Innovative Gebäude-Energieversorgung – Mini-Blockheizkraftwerke – Energie sparen mit Kraft-Wärme-Kopplung

Referent Dipl.Ing. (FH) Friedhelm Steinborn

Unter diesem Motto veranstaltete der Solarverein am 4. Juli 2008 im Bürgerhaus Backnang einen Vortrag mit Dipl.Ing. (FH) Friedhelm Steinborn aus Stuttgart, der sich vor allem auch an Haus- und Wohnungseigentümer richtete :

  • wie sieht eine wirtschaftliche Heizung heute aus?
  • wie kann ich den Energieverbrauch senken und den CO2-Ausstoß verringern?
  • wie erfülle ich die Forderungen der neuen Gesetze von Land und Bund?
  • wie nutze ich die teuren Energieträger Öl / Gas (oder auch das Holz) besser aus?
    Eine Lösung: die stromerzeugende Heizung – damit das Heizen bezahlbar bleibt.

Vorwort

Der Vortrag weckte im Vorfeld schon reges Interesse und wurde dementsprechend gut besucht .Die Informationen waren sehr umfangreich und gingen teilweise sehr ins Detail.

Nach Meinung der Vereinszuständigen aber trat die Anwendung des BHKW im Einfamilienhaus als zu wenig lohnend in Erscheinung, so daß wir diesen Punkt noch weiter herausarbeiten und darüber ergänzend informieren werden, hoffentlich mit einem guten Ergebnis.

So gibt es z.B. bei der GASAG (www.gasag.de) unter Innovationen mutigere Aussagen zu diesem Thema.

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Der Bericht

Es wurden die heute bereits verfügbaren Aggregate für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vorgestellt und ihre Wirkungsweise und Bauart erläutert. Neue Gesetze von Land und Bund fordern eine bessere Energieeffizienz, d.h. es soll die eingesetzte Energie besser ausgenutzt werden.

Die höchsten Verluste entstehen heute noch in den Großkraftwerken bei der Produktion von Strom – 60% der eingesetzten Energie gehen hier verloren – maximal 40% kommen bei uns an der Steckdose an. Kann man sich das bei den heutigen Energiepreisen und den knapper werdenden Rohstoffen erlauben? Bei dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in unseren Heizungen wird die Energie zu 90% ausgenutzt – nur noch 10% Verluste. Bei der gekoppelten Erzeugung entsteht außer der Wärme für unsere Heizung als Nebenprodukt elektrischer Strom (man sagt dazu dann auch: SEH = stromerzeugende Heizung).

Während bei uns nur 12% der Stromerzeugung gekoppelt (d.h. mit besseren Wirkungsgraden) erfolgt, hat Dänemark bereits über 50% Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung und damit eine ökonomisch und ökologisch bessere Energieausnutzung, weniger CO2-Ausstoß und Umweltbelastung.

Daher die neuen Gesetze und seit 18.06.08 eine ganz neue Förderrichtlinie (PDF-Datei 70 kB) mit erheblichen Zuschüssen für den Einsatz von KWK und auch höhere Vergütung für den erzeugten Strom. Das wird der KWK-Technik einen Aufschwung bescheren. Die KWK rechnet sich jetzt sehr gut – vorausgesetzt es wird das passende Gerät installiert. Der Referent hat dazu eine Software entwickelt, mit der die Wirtschaftlichkeit eines geplanten Gerätes nachgewiesen werden kann.

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Eine gut besuchte Veranstaltung

Größere Wohnhäuser können bereits sofort mit entsprechenden Geräten nachgerüstet werden. Dadurch verbessern sich auch die Werte im Energiepass der Gebäude – wichtig bei Vermietung oder Verkauf – Wohnungseigentümer sollten dazu auch mal ihre Hausverwaltung ansprechen – Fachingenieure können beraten.

Im neuen Wärmegesetz Baden-Württemberg wird im Bestand bei Kesseltausch 10% Einsatz von regenerativen Energien gefordert – für Neubauten 20% ! Der Einsatz der KWK ist als Alternative aber auch erlaubt. Dabei muss man nicht alles umbauen, sondern kann mit dem seitherigen Brennstoff Öl oder Gas aber mit besserer Technik – eben der KWK – die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Bei richtig dimensionierter Anlage bezahlt die Anlage über den Stromertrag und die Einspeisevergütung bzw. den eingesparten Strombezug sich selber ab – danach heizt man entsprechend billiger.

Etwas anschaulicher: der Stromzähler läuft langsamer, bleibt stehen oder läuft gar rückwärts – der Stromertrag verringert unsere Heizkosten. Für kleine Heizungen von kleinen Einfamilienhäusern sind auf dem deutschen Markt noch nicht die geeigneten Geräte verfügbar – obwohl es sie gibt: z.B. WhisperGen in Neuseeland gebaut, von England schon 80.000 Stück bestellt – in Deutschland (Berlin) werden damit noch Feldversuche gefahren – siehe bei www.gasag.de – Innovationen.

Eine Einführung in Deutschland ist vermutlich bald zu erwarten – auch aufgrund der neuesten Gesetze, denn diese werden die Nachfrage erzeugen.

Zum Abschluss des Abends wurde noch von Dieter Schäfer die neu entwickelte sunmachine vorgestellt: www.GEDEA.de. Diese erzeugt mit einem Holzpellets-Brenner über einen Stirlingmotor Wärme und Strom – eine sehr vielversprechende Innovation bei relativ kleiner Gerätegröße.

Weitere Infos:

Hauptversammlung
25. Mai 2012, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Unterweissach

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für Baden-Württemberg
und dazu eine ausführliche Beschreibung mit Hintergrundinfos als PDF-Datei (3,2 MByte)

Entwurf:
Windenergieerlass für BW (pdf-Datei) vom 23.12.11

kleine Wind-Kraftanlagen von www.windtec.de
Kleinwindanlagen von 1 bis 20 kW maximale Leistung

Kurzfassung einer Studie: Vergleich der staatlichen Förderungen und gesellschaftlichen Kosten von Atom, Kohle und EE - PDF-Datei

Die Projektinitiative Energieallee A7 - www.energieallee-a7.de

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