Erster Energietreff des Solarvereins am 15. Juli 2011

Der Energie-Treff ersetzt den bisherigen Stammtisch des Solarvereins. Der erste Abend, der die Nutzung von Windkraft zum Thema hatte, fand in Allmersbach im Tal statt und füllte das Sportvereinsheim mit interessierten Besuchern.

Der erste Vorsitzende Peter Brinkmann wies auf den im Internet frei zugänglichen Windatlas Baden-Württemberg hin. Hier sind die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten dargestellt, woraus sich die Potentiale für jede Kommune ablesen lassen. „Nun können sich Bürgerinnen und Bürger aller Orten in Genossenschaften organisieren und die Errichtung von Windkraftanlagen beantragen. Auch kommerzielle Betreiber solcher Anlagen haben zwischenzeitlich ihr Augenmerk vermehrt auf Baden-Württemberg gelenkt“, so Brinkmann.

Kreisrat Dr. Werner Barth, der stellvertretende Vorsitzende des Solarvereins, berichtete von einer Anhörung der SPD – Landtagsfraktion zum Thema „Neue Windenergie – Politik“, die er unmittelbar vor Beginn des Energietreffs besucht hatte. Er zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Maßnahmen, mit denen die grün-rote Landesregierung versucht, die 20 Jahre Stillstand bei der Nutzung der Windenergie in Baden – Württemberg zu überwinden. Dazu gehören gesetzgeberische Maßnahmen genauso, wie der Erlass von verbindlichen Richtlinien, nach denen die Genehmigungsbehörden den Bau von Windkraftanlagen in Zukunft beurteilen müssen. Als großen Fortschritt bezeichnete er die Absicht der neuen Landesregierung, Planung und Genehmigung solcher Anlagen mit Hilfe von Bebauungsplänen weitgehend in die Hand von Kommunen und deren Bürger zu legen und dabei von Anfang an alle Interessengruppen und ihren Sachverstand einzubinden. Er hoffe, dass dieser realitätsbezogene Umgang mit der Windenergie auch im Rems-Murr-Kreis bei der derzeit laufenden Erstellung eines Klimaschutzkonzepts zum Zuge komme. Es sei durch nichts zu rechtfertigen, dass es im Rems-Murr-Kreis bisher nur eine einzige Windkraftanlage gebe, obwohl der zu Jahresbeginn veröffentlichte Windatlas eine ganze Reihe sehr gut geeigneter Standorte aufzeige und damit die Ergebnisse von Untersuchungen des Regionalverbandes aus dem Jahr 1991 voll bestätige.

Schatzmeister Udo Schmülling hatte sich mit dem großen Angebot von Kleinwindanlagen befasst. „Kleinwindanlagen bringen zwar keine Riesenerträge, können aber eine ideale Ergänzung zur privaten Photovoltaik-Anlage darstellen, denn der Hauptertrag eines Windrades liegt im Winterhalbjahr. Dies ist insbesondere zur Erhöhung des Eigenverbrauchanteils interessant, aber auch bei künftig vermehrter Kurzzeit-Speicherung im eigenen Haushalt. Kleinwindanlagen können auch unabhängig vom Windatlas nützlich betrieben werden. Sie sind zwar ökonomisch nicht immer rentabel bei Erstellungspreisen von 2000 bis 4000 € pro KWp. Trotzdem können sogar 200-Watt-Anlagen bei Inselanlagen oder zur Selbstversorgung Sinn machen, wenn man den Standort geschickt auswählt“, so Schmülling. Die lebhafte und konstruktive Diskussion zeigte, dass das Interesse für Windanlagen spürbar gestiegen ist. Der Verein hat ein Wind-Messgerät ausgeliehen, das nun eingesetzt wird, um Standorte auszutesten.

Hauptversammlung
25. Mai 2012, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Unterweissach

Windatlas ››
für Baden-Württemberg
und dazu eine ausführliche Beschreibung mit Hintergrundinfos als PDF-Datei (3,2 MByte)

Entwurf:
Windenergieerlass für BW (pdf-Datei) vom 23.12.11

kleine Wind-Kraftanlagen von www.windtec.de
Kleinwindanlagen von 1 bis 20 kW maximale Leistung

Kurzfassung einer Studie: Vergleich der staatlichen Förderungen und gesellschaftlichen Kosten von Atom, Kohle und EE - PDF-Datei

Die Projektinitiative Energieallee A7 - www.energieallee-a7.de

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