Anleitung zum Stromanbieterwechsel

Für die Stromversorgung in Deutschland gibt es über 900 Anbieter.

Wer heute noch Strom von E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW und ihren „Tarnfirmen“ bekommt, finanziert damit das Monopolstreben und das schmutzige Atomgeschäft dieser vier Energie-Macht-Konzerne.

Stromkundinnen und -kunden können durch den Wechsel zum richtigen Stromanbieter Ihre Verbraucher-Macht zu Gunsten der dezentralen Ökostromerzeugung nutzen und gleichzeitig den eigenen Atomausstieg selber machen.

Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass der ausgewählte Ökostromanbieter den Konzernen wirklich Konkurrenz bietet und möglichst stark die Ökostromerzeugung fördert.

Besonders empfehlenswert sind hier die „Vier Guten“: Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom.

Darüber hinaus sind die vielen Stadtwerke zu nennen, die sowohl bürgernah, meist ökostrombedacht und auch überregional ihren Strom anbieten. Sie sind überschaubar, in der Nähe und fördern automatisch die dezentrale Versorgungsentwicklung.

Den Überblick erhält man auf Unterseiten folgender Vergleichsplattformen:

Auf diesen Seiten können Sie durch Maskeneingabe interaktiv diverse Daten eingeben, beispielsweise Ihren momentanen Stromanbieter, den Jahresverbrauch und die gewünschte Art der Stromerzeugung. Sie erhalten dann dazu passend eine Auflistung anderer Anbieter mit Preisvergleichen und weiteren Datails, z.B. zu den Vertragsbedingungen.

Ein weiterer kritischer Blick lohnt sich:

Als nächster Schritt ist es aufschlussreich wer hinter einem Angebot steckt – dazu am besten die Website des Anbieters ermitteln und dort nachforschen. Die Spanne reicht dabei von den schon erwähnten und ausnahmslos seriösen Stadtwerken mit eigener Stromerzeugung und/oder eigenem Netz bis zu reinen Stromhändlern, die den Strom von irgend woher einkaufen. Unter letzteren muss auf jeden Fall sehr kritisch geprüft werden, ob es sich nicht vielleicht sogar nur um eine einzige Person, „Briefkastenfirma“ mit beschränkter Haftung, oder einen Billiganbieter kurz vor der Insolvenz handelt. Aber keine Angst, der Strom wird in keinem Fall „abgedreht“. Ärger um dem Stromvertrag entsteht nur, wenn eine Vorauszahlung geleistet oder Versprechungen des Anbieters nicht eingehalten werden.

Schließlich sollten Sie herausfinden woher der angebotene Ökostrom kommt. Hier reicht die Spanne von der eigenen Erzeugung bis zum Kauf von Erzeuger-Zertifikaten aus dem In- und Ausland. Ob ein über Zertifikate erzeugter Strom dann tatsächlich in das deutsche Stromnetz fließt – bzw. aus der deklarierten Erzeugung stammt – kann fragwürdig sein, siehe:

Nachtrag:

 

Dieser Artikel: Thema und Ergebnis von einem “Solar-Stammtisch” des Vereins am 10.12.2010.


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