Solarreise nach Merkendorf und Triesdorf-Weidenbach am 16.7.2010
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen ging es per Bus in die Gegend zwischen Ansbach und Altmühlsee.
An unserer ersten Station, der landwirtschaftlichen Hochschule in Triesdorf wurden wir vom Ersten Bürgermeister der Stadt Merkendorf, Herrn Hans Popp und zwei Mitarbeitern der Hochschule empfangen. In einem Vortrag “Entwicklung einer Stadt: Erneuerbare Energien – ein wichtiger Baustein” wurde uns als Einstieg zur darauf folgenden Besichtigungstour die beispielhafte Entwicklung der Stadt mit dem “Energieforum Merkendorf” aufgezeigt, die nicht zuletzt dem Engagement des gelernten Diplom-Kaufmanns Herrn Popp zu verdanken ist – kleines Beispiel:
Selbstversorgungsgrad elektrische Energie:
2006: 81% ›› 2007: 136% ››
2008: 161% ›› 2009: 189%
Merkendorf – mit ca. 2900 Einwohnern und etwa 850 Arbeitsplätzen vor Ort – besitzt neben der Eigenstromversorgung auch eine eigene Wärmeversorgung und wurde deshalb als Energiekommune 2009 ausgezeichnet.
Weitere Stationen des Ausflugs:
- Gewerbegebiet “Energiepark” bei Merkendorf mit etwa einem Dutzend Firmen, Schwerpunkt Erneuerbare Energien
- Firma agriKomp: Bau kompletter Biogasanlagen
- Mittagessen in der Mensa der Hochschule
- Autonomer Betrieb, Insellösung eines Gewächshauses mit einer thermischen und einer elektrischen Solaranlage im landwirtschaftlichen Bereich der Hochschule. Diese Versuchsanlage läuft ohne nennenswerte Störungen seit über 20 Jahren. Dabei wurde auch über viele Jahre der überschüssige Strom zur Aufspaltung (Elektrolyse) von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff verwendet.
- Modellversuch: Metallwerkstatt mit autonomer Stromversorgung durch eine PV-Anlage, mit u.a. einem Niederspannungs-Schweißplatz.
- Große moderne Biogasanlage am Ortsrand von Triesdorf
- Hackschnitzelheizwerk zur Versorgung des Hochschulgeländes und weiterer Gebäude
- Anbauversuch eines Energiewaldes mit schnell nachwachsenden Gehölzen (Pappeln und Weiden) zur Hackschnitzelgewinnung. Die Erntezyklen liegen im Bereich von 3 bis 5 Jahren.
- Ausklang in einer Gartenwirschaft beim Altmühlsee
weitere Infos:
