Stellenwert von Biogas
Tagung des Internationalen Biogas- und Biomasse- Kompetenzzentrums in Wolpertshausen am 8. und 9.12.2009
Wie jedes Jahr haben Mitglieder des Solarvereins die Jahres-Tagung des Internationalen Biogas- und Biomasse- Kompetenzzentrums in Wolpertshausen besucht, um sich über die neuesten Entwicklungen in Forschung, Entwicklung und Praxis zu informieren.
Zur Einführung stellten die MdBs Alois Gerig (CDU) und Rainer Ertl (FDP) die Ziele der Bundesregierung im Blick auf Biogas dar. Es zeigte sich, dass gegenüber der bisherigen rot-grünen Energiepolitik keine wesentlichen Änderungen zu erwarten sind. Unisono betonten die Abgeordneten – beide selbst Landwirt und Biogas-Erzeuger – die zunehmende Bedeutung dieser erneuerbaren Energie für die Erreichung der gesteckten Klimaziele.
Die Vertreter der baden- württembergischen Landesregierung, Konrad Raab, der Referent für erneuerbare Energien im baden- württembergischen Wirtschaftsministerium und Ernst Berg vom Landwirtschaftsministerium unterstrichen diese Aussagen und gaben viele praktische Hinweise, wie die wertvolle Bioenergie wirtschaftlich genutzt werden kann, und wie eine Konkurrenz mit der Lebensmittelerzeugung vermieden werden kann.
Durch alle politischen Stellungnahmen und Fachreferate zog sich wie ein Roter Faden die Aussage, dass die Biogaserzeugung nur wirtschaftlich und ökologisch vertretbar ist, wenn auch die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme vollständig genutzt wird. Deshalb wurde der Aufbau von lokalen Wärmenetzen in mehreren Referaten behandelt. Da diese Art der Abwärmenutzung an manchen Standorten nicht zu realisieren ist, wurden auch Alternativen dargestellt, wie z.B. die Reinigung und Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz und die Nutzung als Kraftstoff für gasbetriebene Fahrzeuge.
Eine Besonderheit der Tagung war, dass neben Berichten aus der Wissenschaft auch erfahrene Praktiker zu Wort kamen. Es stellte sich heraus, dass es landauf landab schon überraschend viele 100%-Kommunen und Bioenergiedörfer gibt, insbesondere im Süden unseres Landes und im benachbarten Bayern. Eines der Beispiele ist Triesdorf in Mittelfranken. Es hat neben seiner Hochschule viele Musteranlagen und würde damit ein interessantes Ziel für den nächsten Ausflug des Solarvereins WBW abgeben. Da auch hier im Bereich des Solarvereins Biogasanlagen im Entstehen sind, könnten die Erfahrungen aus anderen Orten nutzbar gemacht werden.
Solar e.V., Hanne Barth
Hauptversammlung
25. Mai 2012, 19.30 Uhr
Bürgerhaus Unterweissach
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